MOSLA: Molelkulare Speicher zur Langzeitarchivierung

Im LOEWE-Schwerpunkt MOSLA (Molekulare Speicher zur Langzeit-Archivierung) werden transdisziplinäre Ansätze zur Lösung eines fundamentalen Problems der Menschheit erforscht: die Langzeitspeicherung von Informationen. Um das Szenario eines „Digital Dark Age“ (Verlust jeglicher digitaler Informationen) zu verhindern, soll die Entwicklung mo­lekularer Speicher vorangetrieben werden. Hierbei fokussieren sich die Forscher*innen auf zwei molekulare Informationsträger: DNA und elementorganische Clusterbausteine. Ziel ist die Erhöhung der Speicher­dichte von DNA, z. B. durch bessere Algorithmen zur Datenkodie­rung und Einsatz modifizierter Nukleotide, sowie die Informations­speicherung in Mikroorganismen, die in der Lage sind Sporen zu bilden. Neben der Fähigkeit der Sporen, tausende von Jahre überdauern zu können, bietet die Informationsspeicherung in mikrobiellen Zellen weitere Vorteile, wie DNA-Reparatur- und Vervielfältigungsmechanismen. Komplementär wird die Informationsspeicherung auf Basis elementorganischer Clusterbausteine erforscht. Dieses Format hat das Potenzial, eine robuste und leicht durch optische Verfahren lesbare Datenspeicherung zu ermöglichen.


Partner

  • Justus-Liebig-Universität Gießen

Fachrichtungen

  • Informatik
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik