Ausgezeichnet!

Professorin Dr.-Ing. Mira Mezini

Persönlich_Mezini

Frau Professorin Mezini, Ihr Feld ist die Informatik, insbesondere das Software Engineering mit Schwerpunkt Software-Sicherheit. Gerade haben Sie eine hohe persönliche Auszeichnung erhalten: den Advanced Grant des European Research Council – quasi das europäische Pendant zum Leibniz-Preis der DFG. Was bedeutet Ihnen das?
Die Auszeichnung empfinde ich als eine große Anerkennung für meine bisherigen wissenschaftlichen Leistungen. Es freut mich außerordentlich, diese Auszeichnung zu erhalten. Gleichzeitig bedeutet sie für mich auch Verpflichtung und Ansporn, mich neuen Herausforderungen zu stellen und die Qualität meiner Forschung weiter zu steigern.

Sie gehören als Direktoriumsmitglied dem LOEWE-Zentrum CASED an, das auf IT-Sicherheit spezialisiert ist. Verraten Sie uns, woran Sie dort gerade arbeiten?
Ein Thema, an dem ich gerade arbeite, ist „konstruktive sprachbasierte Sicherheit“. Es geht darum, Programmierkonzepte zu entwerfen, mit deren Hilfe sicherheitsrelevante Eigenschaften als integraler Teil – also konstruktiv – bereits bei der Entwicklung in die Software eingebettet werden. Ein anderes Thema beschäftigt sich damit, aus dokumentierten Sicherheitslücken in existierender Software zu lernen, um daraus Empfehlungen für die sichere Entwicklung neuer Softwaresysteme abzuleiten.

Sie sind in Albanien geboren, haben in Tirana studiert und sind über die USA nach Deutschland gekommen: Seit 2000 lehren und forschen Sie in Darmstadt. Welche Rolle spielt Ihr internationaler Werdegang im Wissenschaftskontext?
Internationalität ist ein integraler Bestandteil meines Lebens und insbesondere meiner Arbeit. In der Informatik spielt Internationalität eine Schlüsselrolle, und sie ist eine wichtige Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem ERC Advanced Grant. Meine Arbeiten habe ich nahezu ausschließlich auf internationalen Konferenzen vorgestellt und in internationalen Zeitschriften publiziert. Ich bin aktiv in die Gestaltung und Begutachtung mehrerer internationaler Konferenzen und Zeitschriften in meinem Fachgebiet eingebunden. Mein Forschungsteam ist ebenfalls international zusammen- gesetzt, und die Arbeitssprache im Team ist oft Englisch.

Bei CASED verantworten Sie die Graduiertenschule. Was möchten Sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs mit auf den Weg geben?
Ich würde stets empfehlen, große Ziele mit Mut und Leidenschaft anzugehen und immer auf Qualität zu setzen.